larissa boehning

Schreibwerkstatt
Schreiben, Erfinden, Erzählen

         

Unlock the story within – Stoffentwicklung von innen nach außen

"Ich schließe meine Augen, um zu sehen", sagte Paul Gauguin und malte. Die Methode des automatischen Schreibens funktioniert vergleichbar: Es geht darum, Kontroll- und Zensurmechanismen überwinden zu lernen und zu eigenen Texten zu finden. Für Tschechow ging es um "ein Aufrichtigsein: Sich selbst über Bord zu werfen". Das, was spontan entsteht, erst einmal hinzunehmen, um es in weiteren Schritten zu überarbeiten.

Vielen Autoren dient die Methode der écriture automatique als Möglichkeit, Zugang zu unbewussten Ideen zu finden – Motive, Orte, Themen und Figuren zu entdecken, von denen man gar nicht wusste, dass sie in einem schlummern. Diese immer rohen Stücke können Inspiration sein, um beim Schreiben zu bleiben, sie können dazu dienen, einen neuen Blick auf bereits bestehende Texte zu erhalten. Die Übungen können bei der Überwindung von Schreibblockaden helfen und etwas zu Tage fördern, was die Grundlage jeder Autorenschaft ist: eine eigene literarische Stimme.

Wir machen uns das Handwerk hinter dem Schreiben bewusst: Was sind Ziele von Figuren, wie helfen sie uns zum Erzählen einer Geschichte? Sehnsüchte, Dilemmata, Konflikte, Fallhöhen, antagonistische Kräfte, Kontraste, Erzähl-Perspektiven etc. Was leistet die Zeit im Erzählen. Wir lernen die Gestaltung von Szenen, Dialogen. Wir erhalten praktische Einblicke in den dramatischen Aufbau einer Geschichte, und fokussieren immer auf die wichtigen Fähigkeiten, die man fürs Schreiben braucht: Menschliches Verhalten genau zu beobachten und beschreiben zu können, gute Figurenentwicklung. Unsere Wahrnehmung zu stärken, um unsere sprachlichen Fähigkeiten zu schärfen, den Fundus unserer Erinnerungen anzuzapfen.

Alle handwerklichen Aspekte werden anhand von konkreten Schreibübungen spielerisch ausprobiert und vertieft.

Wir besprechen das Geschriebene konstruktiv, im Sokrates‘schen Sinne (könnte man sagen): behutsame Interpretation bringt Neues hervor. Durch die Text-analysen lernen wir weiter, schulen unseren Blick. Wir werden achtsamer beim Zuhören, Lesen und Schreiben.

Spielerisch und nebenbei pflegen Sie Ihr Werkzeug, Ihre Sprache – und entwickeln Ihre ganz eigene Schreibstimme. Sie schulen Ihre Wahrnehmungsfähigkeit und finden Ihren Ausdruck für vormals schwer Auszudrückendes. Sie erweitern Ihr Vermögen, sich zu erinnern. Sie werfen neue Blicke auf sich und Ihre Mitmenschen – und werden das, was Sie sehen, in Erzählungen verwandeln können, die uns berühren.

Jeden Donnerstag, 19 bis 21.30 Uhr im UCW in Berlin Charlottenburg-Wilmersdorf, Sigmaringer Str. 1, 10713 Berlin. U-Bahn Blissestraße

Kosten: pro Abend 15 Euro, Buchung eines 8-er Blocks wird empfohlen, um die wichtigsten Themen einmal durchlaufen zu haben

>>> Weiterführende Informationen:
Download des Flyers

Anmeldung zur Schreibwerkstatt in Berlin

Telefon 0173 604 22 79
oder info (at) stagelabor.de

 

 

„Imagine the story you would most want to read – and then shamelessly write it.“ J.D. Salinger

Du trägst schon lange eine Idee für eine Geschichte mit Dir herum – kommst aber nicht zum Aufschreiben? Du ahnst, was Du erzählen möchtest – aber findest nicht den Plot, mit dem sich alles erzählen lässt? Du hast bereits viel geschrieben, auch schon fertige Bücher oder Drehbücher, bist aber nicht zufrieden mit den Ergebnissen?

DU FINDEST DIE GESCHICHTE IN DIR

Basierend auf der Methode des L.A. Writers’-Lab-Gründers Alan Watt, gehen wir gemeinsam durch den spannenden Prozess einer authentischen Stoffentwicklung. Ausgehend von echten Dilemmata in den Herzen Deiner Figuren, gelenkt und inspiriert durch einen Pfad von psychologischen und strukturellen Fragen, findest Du aus Dir selbst und der Figur heraus zu dem Plot, in dem sich Deine Grundidee, Dein Thema, Deine Geschichte am stärksten und besten erzählen lässt. Plots, die so entwickelt werden, sind universell verständlich, überzeugend durch ihre Ehrlichkeit – und damit eine wesentliche Grundlage für ein gutes, erfolgreiches Buch.

PLOTENTWICKLUNG VON INNEN NACH AUSSEN – WARUM?

Du hast festgestellt, dass Dir das Schreiben mit Plot hilft. Aber immer wieder schimmerte die Konstruktion durch – oder die Spannung fiel ab, die Figuren wurden statisch, eindimensional, Du kamst nicht weiter mit dem Schreiben. Übungen aus dem Kreativen Schreiben unterstützten Dich, aber führten Dich auch nicht zu dem Ziel, einen stabilen, funktionierenden Plot zu finden und mit ihm zu arbeiten.

WAHRE DILEMMATA, FUNKTIONIERENDE GESCHICHTEN

Speist sich der Plot dagegen aus einem echten Dilemma der Figur, wird Konstruktion obsolet. Du hast den Motor gefunden, der Dein Buch und Deinen Schreibprozess verlässlich antreibt. So wird es möglich, in kurzer Zeit eine Struktur-Outline und eine tragfähige erste, rohe Fassung Deiner Geschichte zu schreiben.

MIT ZIELEN SCHREIBEN

Du will die Zeit, die Du in das Schreiben investieren kannst, nicht durch Irrwege vertun. Du willst eine von den Charakteren der Figuren angetriebene Geschichte schreiben, die durch Schlüssigkeit, Authentizität, Humor, Spannung und psychologische Echtheit überzeugt. Du willst Szenen schreiben, in denen die Figuren in ihren Konflikten gezeigt werden, nichts erklärt werden muss. Du willst das Handwerk des Geschichtenschreibens von innen heraus verstehen – um Sicherheit zu gewinnen, verlässlich ins Schreiben zu kommen, und um den Prozess erfolgreich in einer überschaubaren Zeit abzuschließen.

Alan Watt über das Dilemma im Herzen einer Figur, Text in der Huffington Post.

Interview mit dem PEN CENTER USA über seine Stoffentwicklungs-Methode.

Bei Fragen kontaktieren Sie auch gerne mich:
Larissa Boehning, info (at) stagelabor.de